Linearer Notenschlüssel: Erklärung, Formel und Beispiele
Was ist ein linearer Notenschlüssel? So verteilen Sie Punkte auf die Noten 1 bis 6. Mit Formel, Tabelle und Beispielen für Lehrer.

Felix Schneider
Lehrkraft für Physik und Chemie
Über 20 Jahre Unterrichtserfahrung an Gymnasium und Berufskolleg. Er schreibt zu Notenschlüsseln, Benotung und Zeugnisnoten — aus der täglichen Korrekturpraxis, nicht aus dem Lehrbuch.
Der lineare Notenschlüssel ist an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz der häufigste Bewertungsstandard. Nach einer Klassenarbeit oder Klausur legt er fest, ab welcher Punktzahl welche Note vergeben wird. Für Schüler und Eltern ist das gut nachvollziehbar.
Was bedeutet „linear“?
Beim linearen Schlüssel umfassen die Noten 1 bis 5 jeweils etwa gleich breite Prozentbänder von rund 15 Prozentpunkten; die Note 6 deckt den gesamten Rest darunter ab und ist deshalb breiter. Anders als bei der IHK-Skala, deren Bänder nach unten hin immer breiter werden, sind die Abstände zwischen den Noten 1 und 5 damit konstant.
Die Formel für 100 Punkte
Bei einer Klausur mit 100 Maximalpunkten gelten typischerweise diese Grenzen:
- Note 1: 85 bis 100 Punkte (sehr gut)
- Note 2: 70 bis 84 Punkte (gut)
- Note 3: 55 bis 69 Punkte (befriedigend)
- Note 4: 40 bis 54 Punkte (ausreichend)
- Note 5: 25 bis 39 Punkte (mangelhaft)
- Note 6: 0 bis 24 Punkte (ungenügend)
Die Schwellenwerte berechnen Sie so: Note 1 ab 85 %, Note 2 ab 70 %, Note 3 ab 55 %, Note 4 ab 40 %, Note 5 ab 25 % der Maximalpunkte (jeweils abgerundet).
Andere Maximalpunktzahlen
An der Grundschule sind 20 oder 50 Punkte üblich, in der Sekundarstufe oft 100. Die Prozentsätze bleiben gleich, nur die absolute Punktzahl ändert sich. Für 50 Punkte liegt Note 4 beispielsweise ab 20 Punkten.
Nutzen Sie unseren Notenschlüssel Generator oder die vorgefertigten Tabellen unter Punkte in Note, um jede Maximalpunktzahl automatisch zu berechnen.
Wann ist der lineare Schlüssel sinnvoll?
Der lineare Schlüssel eignet sich besonders, wenn die Aufgaben gleichwertig gewichtet sind und keine besonders schwierige Aufgabe den Durchschnitt stark verzerrt. Viele Kollegien legen ihn vor der Klausur gemeinsam fest und dokumentieren ihn im Klassenbuch.
Tipps für Lehrkräfte
- Vor der Klausur festlegen: Legen Sie Maximalpunkte und Schlüsseltyp im Kollegium fest.
- Schüler informieren: Teilen Sie die Tabelle mit der Klasse. Das schafft Transparenz.
- Notenspiegel nutzen: Nach der Benotung hilft der Notenspiegel bei der Zeugnisvorbereitung.
Linear und IHK
In der Berufsschule und bei IHK-Prüfungen gilt meist die IHK-Skala mit festen Prozentgrenzen (Bestehen ab 50 Punkten). Der lineare Schlüssel ist dort seltener. An Grundschule, Realschule und Gymnasium ist er hingegen Standard.
Fazit
Der lineare Notenschlüssel ist fair, einfach zu erklären und mit wenigen Klicks berechenbar. Probieren Sie unseren kostenlosen Generator für Lehrer aus. PDF- und Excel-Export sind für das Kollegium möglich.
Häufig gestellte Fragen
Stand: 7. September 2026. Orientierungshilfe, keine Rechtsberatung.