Die mittlere Schulart heißt in Bremen Oberschule. Die Realschule wurde aufgelöst; neben der Oberschule steht das Gymnasium.
<<QUELLE PRÜFEN: Jahr der Umstellung auf die Oberschule am Bremischen Schulgesetz belegen>>
Für den Notenschlüssel in Bremen ist diese Unterscheidung allerdings nicht die entscheidende. Die verläuft quer dazu — zwischen Klassenarbeit und Prüfung.
Die Zeugnisverordnung beschreibt, sie rechnet nicht
§ 5 Abs. 1 der Bremer Zeugnisverordnung definiert die Notenstufen in Worten: was eine Leistung erfüllen muss, um „gut" oder „mangelhaft" zu heißen. Prozentwerte kommen darin nicht vor.
Damit steht Bremen bei den Klassenarbeiten dort, wo dreizehn weitere Länder stehen: Der Maßstab wird an der Schule beschlossen, nicht in der Behörde festgelegt.
In den berufsbildenden Bildungsgängen ist es umgekehrt
Für Prüfungen in berufsbildenden Bildungsgängen besteht in Bremen ein verbindlicher Prozentschlüssel.
Das ist derselbe Bruch, der sich bundesweit zeigt, nur innerhalb eines Landes gut sichtbar: Wo geprüft wird, wird der Maßstab festgeschrieben; wo unterrichtet und begleitend bewertet wird, bleibt er bei der Lehrkraft. Die Begründung dahinter ist die Vergleichbarkeit — eine Prüfung soll überall dasselbe bedeuten, eine Klassenarbeit muss zur Lerngruppe passen.
Der bekannteste Fall dieses Musters ist der bundeseinheitliche IHK-Schlüssel mit seinen Schwellen bei 92, 81, 67, 50 und 30 Punkten.
<<QUELLE PRÜFEN: Fundstelle und Prozentwerte des Bremer Prüfungsschlüssels für berufsbildende Bildungsgänge belegen, bevor Zahlen genannt werden>>
Was das für eine Arbeit in Klasse 8 heißt
Der Schlüssel kommt aus der Fachkonferenz. Der Generator rechnet voreingestellt mit 85, 70, 55, 40 und 25 Prozent — einer verbreiteten Konvention ohne Bremer Rechtsgrundlage.
Wenn Ihre Schule andere Grenzen beschlossen hat, sind diese maßgeblich, und zwar auch dann, wenn ein Rechner im Netz etwas anderes anzeigt.